Dienstag, Mai 27th, 2008
Bereits in den Anfängen der Schallplattenherstellung hatte es – etwa in Großbritannien durch Nicole Records – erfolglose Versuche gegeben, das teure Naturprodukt Schellack durch preiswertere synthetische Kunststoffe zu ersetzen. Der Durchbruch auf diesem Gebiet gelang 1948 mit der Herstellung der ersten Schallplatten aus Polyvinylchlorid oder kurz PVC. Das Material ermöglichte deutlich schmalere Rillen als Schellack, wodurch zwar kleinere Abtastnadeln erforderlich wurden, aber dafür kam es zu einer deutlichen Steigerung sowohl der Tonqualität als auch der Spieldauer.
Vinyl ist heutzutage die umgangssprachliche Bezeichnung von Schallplatten, die aus dem Material Vinyl hergestellt wurden. Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die Tonträger aus Vinyl verkauft. Dann verdrängte die CD die Schallplatten gänzlich vom Markt.

Erst in den letzen Jahren ist die Zahl sowohl der verkauften als auch der neu veröffentlichten Langspielplatten und Singles, ausgehend von einer niedrigen Bezugsgröße, stark gestiegen. In Europa werden heute jährlich wieder rund 15.000.000 Schallplatten gefertigt. Einige Unternehmen stellen neuerdings auf Kundenwunsch auch individuell eingespielte Platten in Kleinstauflage her, wobei in der Regel keine Plattenpressung erfolgt, sondern die Tonspur.
Da Schallplatten in der Hip-Hop und Rap-Szene insbesondere für die Technik des Sratching verwendet werden, werden Schallplatten unter DJs als Vinyl bezeichnet.
Diese Vorliebe der DJs für die auch kurz Vinyl genannten Schallplatten gegenüber CDs hat sogar zur Entwicklung von Systemen (Final Scratch, Scratch LIVE) geführt, mit denen MP3s und andere digitale Aufzeichnungen mit normalen Plattenspielern gemixt werden können. Dazu werden spezielle Schallplatten benutzt, auf denen statt des Tonsignals ein Timecode aufgezeichnet wurde. Eine spezielle Hardware rechnet diesen Timecode in Signale um, mit denen dann eine Software die Abspielgeschwindigkeit und -richtung eines digitalen Musikstücks steuert.
Dienstag, Mai 13th, 2008
Für die Jüngeren unter uns, die ausschließlich mit CDs aufgewachsen sind: Schallplatten sind runde, in der Regel schwarze – stellenweise auch farbige Scheiben, auf denen Töne aufgezeichnet sind. Zu Beginn der Schallplattenherstellung wurden die Tonträger zunächst aus Schelllack hergestellt, später aus Vinyl. Die Signale sind in einer spiralförmig zum Mittelpunkt der Schallplatten verlaufenden Rille gespeichert und bei der Wiedergabe mit einem Tonabnehmer abgetastet und darin in mechanische und danach in elektrische Schwingungen verwandelt, die über einen Lautsprecher wiedergegeben werden.
In Grammophonen erfolgte die Wiedergabe direkt durch die mechanische Anregung
einer Membran mit einer in der Rille laufenden Nadel.
Vorläufer der Schallplatte war eine von Thomas Alva Edison entwickelte Wachswalze mit wendelförmiger Tonspur gespeichert.

Bereits im Jahre 1880 machte der US-amerikanische Physiker Charles Sumner Tainter die Entdeckung, dass viele technische Nachteile der Edisonschen Walzen beseitigt werden könnten, wenn man die Tonspur spiralförmig in die Oberfläche einer flachen, runden Scheibe eingravieren würde.
Er entwickelte den Prototyp eines entsprechenden Aufnahmeapparats und stellte einige bespielte Wachsplatten her, gab die Versuche aber aufgrund technischer
Probleme wieder auf. Tainters Wachsplatten befinden sich heute im Smithsonian Institute in Washington und gelten als die ersten Schallplatten der Welt.
Unabhängig von Tainter, der seine Ideen nicht publiziert hatte, gelangte im Jahre 1887 der deutsche Erfinder und Industrielle Emil Berliner Emil bei seinen Versuchen mit dem Edison-Phonographen zu einem ähnlichen Verbesserungskonzept. Als Geschäftsmann sah er in der fehlenden Vervielfältigungsmöglichkeit der Wachswalzen den entscheidenden Schwachpunkt und verwendete große Anstrengungen zur Lösung des Problems.
1887 gelang ihm schließlich der entscheidende Durchbruch. Er konstruierte ein Gerät, das die Schallwellen nicht wie bei Edisons Phonographen in vertikale, sondern in horizontale Bewegungen einer Nadel umsetzte. Das hergestellte Original diente als Matrix für die Herstellung weiterer Platten. Am 4. Mai 1887 wurde Berliner für seine Idee das US-Patent No. 372,786 erteilt.
Dienstag, April 29th, 2008
Schallplattenliebhaber, die ihre alten Schätzchen schonen wollen, haben neuerdings die Möglichkeit, ihre Lieblingsstücke in MP3 Format zu brennen. Aber nicht nur zur Schonung der Vinyl-Platten dient das Überspielen, jederzeit kann man unterwegs oder im Urlaub Musik genießen, die von den alten Lieblingsplatten stammt.
Plattenspieler mit USB/SD-MPs Recordern erlauben die Umwandlung der Signale in MP3 Format in einem Gerät. Diese neuartigen Plattenspieler sind technisch auf dem aktuellsten Stand und sind zusätzlich mit Radio-Tuner ausgestattet.
Es ist aber nicht in jedem Fall die Anschaffung eines solchen, meist teuren High-Tech-Plattenspielers notwendig.
Es ist nicht viel Technik oder Aufwand notwendig, um die Analogaufnahme einer Schallplatte auf MP3 zu brennen. Was früher Tonstudios mit teueren Spezialprogrammen erforderte, leistet heute jeder normale PC mit erschwinglicher Software. Über die Jahre hat sich insbesondere das Programm CLEAN von Steinberg dank Funktionsvielfalt und leichter Bedienbarkeit einen Namen gemacht. Die aktuelle Version alle notwendigen Werkzeuge zur Soundbearbeitung. Zu Beginn reinigt man den Plattenspieler und schließt die Stereo-Anlage oder das Cassettendeck an den PC an. Dann überträgt man die Musik. Danach brennt man die Musik auf die CD, USB Stick oder direkt auf den MP3 Player. – Musikaufnahmen verlangen dem PC keine Höchstleistung ab. Jeder PC ab 150 MHz und 64 MB Arbeitsspeicher ist dieser Herausforderung gewachsen. Pro Minute Musik benötigt man für die unkomprimierten WAV-Sounddateien etwa 10 Megabyte Platz auf der Festplatte. Professionelle Soundkarten sind besser abgeschirmt als einfache Modelle und garantieren so einen Klang ohne störende Nebengeräusche – Menschen mit musikalischem Gehör können auf eine hochwertige Soundkarte nicht verzichten. Manche externe Modelle verlegen den Audio-Anschluss an die Vorderfront des PC.

Dienstag, April 15th, 2008
Beim Plattenspieler tastet eine Metall-, Saphir- oder Diamantnadel oder auch ein Laser die Rille der Schallplatte ab. Der Tonabnehmer wandelt die Schwingungen der Nadel in schwache elektrische Ströme um, die entzerrt und verstärkt werden müssen, um ein Tonsignal wiedergeben zu können. Beim Abtasten mittels Laser wird das gewonnene Signal ebenfalls auf ausschließlich analogem Weg verarbeitet.
Der Tonabnehmer hängt am Tonarm, welcher zumeist mit einem Gegengewicht, bei einfachen Geräten mit einer Feder ausbalanciert wird. Dabei wird zwischen Radialtonarmen und Tangentialtonarmen unterschieden. Bei einem Tangentialtonarm bewegt sich der Tonkopf auf einer Schiene parallel zum Radius des Plattentellers.
Plattenspieler werden mit verschiedenen Antriebsarten, also der Art wie der Plattenteller in Drehung versetzt wird, hergestellt. Diese unterschiedlichen Antriebsarten sind zum Teil historisch bedingt, zum Teil aber auch entwickelt worden, um verschieden technische Anforderungen zu erfüllen.

Beim Direktantrieb ist die Achse des Plattentellers gleichzeitig die Achse des Antriebsmotors. Bei einigen Modellen ist der Plattenteller Teil des Motors. Hier wirken die Elektromagnete des Motors direkt auf den Plattenteller, bzw. der Plattenteller liegt auf dem Rotor des Motors auf. Die Änderung der Plattentellerdrehzahl wird direkt über die Drehzahländerung des Motors erreicht.
Beim Riemenantrieb wird die Drehung der Motorachse mit einem Gummiriemen oder -band auf den Plattenteller übertragen. Diese Plattenspieler sind weit verbreitet, da der Riemenantrieb eine mechanische Entkopplung zwischen Motor und Plattenteller zulässt, und somit unerwünschte Vibrationen im Plattenteller minimiert werden können.
Beim Reibradantrieb wird die Übertragung der Drehung durch ein Gummirad erreicht. Der Motor treibt das Reibrad an, welches die Drehung auf die Innenseite des Plattentellers überträgt. Dadurch kann eine sehr gute Übertragung des Drehmoments auf den Plattenteller, und somit ein schnelles Hochdrehen des Tellers erreicht werden.
Dienstag, April 1st, 2008
Mischpulte oder kurz Mixer werden benötigt, um die elektrischen Signale mehrerer Tonquellen zu vereinen um das Mischergebnis dann aufzunehmen oder auch live zu übertragen. Mischpulte für DJs haben mindestens zwei speziell auf Plattenspieler/CD-Player konzeptionierte Eingänge mit RIAA Schneidekennlinien-Entzerrung, die über einen Crossfader überblendet werden können. Preise und Qualität richten sich weniger nach der Ausstattung, als nach hochwertigen Komponenten, so kann beispielsweise der Crossfader in einem hochwertigen Battlemixer leicht mehr kosten, als ein kompletter, gut ausgestatteter Installationsmixer.

Mischpulte für DJs lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Zum einen gibt es die DJ Battle Mixer, die für den unmittelbaren Anschluss von zwei Plattenspielern oder CD-Playern konzipiert und in erster Linie auf für die Performance nützliches schnelles Handling ausgelegt sind. Battle Mixer gibt es in den Presiklassen zwischen etwa 400 bis 900 Euro. Der Xone 02 des britischen Herstellers Allen & Heath ist ein Pro Turntablist Mixer mit Studioklangqualität und hypermoderner Ausstattung, der vom Verarbeitungsstandard kaum zu schlagen ist. Die Traditionsmanufaktur aus England baut seit über 30 Jahren Mischpulte, bei denen besonderen Wert auf einen warmen, vollen Klang gelegt wird. Zum anderen werden DJ Mixer für Installationen verwendet, die neben den Plattenspielereingängen noch mehrere weitere Kanäle haben, und beispielsweise in Lokalen oder auch kleinen DJ-Recording Situationen eingesetzt werden. Die Preisspanne liegt hier bei etwa 1.500 bis 2.000 Euro. Hier ist der Der Ecler EVO 5 ist ein vollständig digital aufgebauter Mixer mit 24bit / 96kHz für beste Klangqualität. Er verfügt über eine interne 12-Kanal FireWire Soundkarte, die den Mixer in das perfekte Werkzeug für Produzenten und Live-Acts verwandelt.